NichtEgal: Google und FSM

Krisenkommunikation, Strategie, Social Media Kampagne

Die Kampagne NichtEgal von YouTube/Google und FSM, der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Dienstanbieter, wurde von uns über mehre Jahre hin mit der Entwicklung von Strategie, Veranstaltungen und Inhalten wie Videos, Animationen und der Betreuung aller Social Media Kanäle inklusive Communitymanagement unterstützt.

Gemeinsam mit unseren Kunden haben wir #NichtEgal, die Anti-Hatespeech-Kampagne im Netz mit viel Engagement neu inszeniert und aktiv mit Leben gefüllt mit spezifischem und ausschließlichem Bezug zur Zielgruppe junge Erwachsene – mit zahlreichen Influencer-Video-Interviews mit YouTubern aber auch BMFSFJ-Ministerin Katharina Barley, der Erstellung von Grafiken, Animationen etc. mit, je nach Kanal, ein bis mehrmals täglichen Postings für Facebook, Twitter, YouTube und Instagram.

Die besondere Schwierigkeit war, dass die Kampagne selbst von Anfang an von organisierten rechten Gruppen, Identitären und Nazis zum Zielobjekt einer massiven Hasskampagne wurde, mit bis zu mehreren hundert Posts pro Stunde verteilt auf alle Kanäle der Kampagne. Die große mediale Aufmerksamkeit durch die Schirmherrschaft der Ministerin, aber auch durch die von YouTube/Google zur Verfügung gestellten Medienleistungen und Influencerkontakte führte zu 500.000 – 1.5 Millionen Aufrufen der Haupt-Kampagnenvideos mit dem entsprechenden Kommentar-Moderationsaufwand. Gleichzeitig mussten die Standpunkte aller Kampagnenpartner berücksichtigt werden und professionell und zeitnah auf die Wellen von Online-Aufmerksamkeit reagiert werden, und dabei gleichzeitig auch außerhalb von YouTube die Kanäle erfolgreich gemacht und die zentralen Botschaften wie der Aufruf zum persönlichen Einsatz gegen Hassrede realisiert werden, ohne sich von den Vorwürfen der Beschneidung von Meinungsfreiheit zu sehr ablenken zu lassen.

Der große Erfolg der Kampagne war unsere Vernetzung von offline- und online-Aktivitäten, die glaubwürdige Einbeziehung vieler „normaler“ Jugendlicher aber auch die von „Influencern“ und der junge Ton der Kampagne, trotz teilweise eher traditionell eingestellten Partnern. Regelmäßig gab es Postings mit Bezug zur internationalen Bewegung zum Thema wie zur Anti-Hassredekampagne NoHate-Speech Movement und Postings über die sozialen Auswirkungen von Hassrede und zu Minderheiten.